Stamps inflation continued...
| Lot |
Symbol |
CatNo. |
Lot Description |
CV or Estimate |
| 7665 |
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Michel 223,254 |
 1922, Ziffer im Queroval 500 M. und zwei Einzelmarken 2000 M. mit Stempel "FRANKFURT 14.8.23” auf Formular "Antrag auf Rückgabe
für eine Sendung” für zwei Wertpakete nach Finnland. Das Formular mit üblichen Faltspuren und Aktenlochung links. Die frankierte Gebühr setzt sich zusammen aus der Briefgebühr ins Ausland 3000 Mark und die Einschreibe-Gebühr 1000 Mark sowie eine
Ausfertigungsgebühr in Höhe von 500 Mark, zusammen 4500 Mark. Der Antrag selbst wurde im R-Postsachenumschlag an das Empfängerpostamt geschickt. Eine extrem seltene Formularverwendung, aus der Inflazeit hat ProFi kein weiteres Formular
registriert (Image 1)
(Image 2)
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| 7666 |
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Michel 262 |
 1923, Kölner Dom 10000 M. im senkrechten Paar und Einzelmarke jeweils mit Stempel "SEHMA 24.8.23” auf Posteinlieferungsschein
für drei Pakete nach Ägypten. Das Formular mit waagerechter Faltung oberhalb der Frankatur, ansonsten in guter Erhaltung. In dieser Form eine extrem seltene Verwendung, signiert Infla Berlin (Image 1)
(Image 2)
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| 7667 |
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Michel 272,254, 252 |
 1922, Ziffer 500 M. und Ziffer im Queroval 1000 und 2000 M. jeweils mit Stempel "LEIPZIG 23.8.23” auf Formular "Antrag auf
Berichtigung der Anschrift einer Sendung” für eine Sendung nach Finnland. Die frankierte Gebühr setzt sich zusammen aus der Briefgebühr ins Ausland 3000 Mark und der Bearbeitungsgebühr in Höhe von 500 Mark, zusammen 3500 Mark. Das Formular mit
üblicher Aktenlochung links und Faltungen, davon ist die rechte Marke betroffen. Trotz der Einschränkungen eine äußerst seltene Verwendung, ProFi hat kein weiteres Formular aus der Inflationszeit registriert (Image 1)
(Image 2)
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| 7668 |
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Michel 285 |
 1923, 30 T. auf 200 M. blau mit Stempel "NEUKIRCHEN (PLEISSE)” für die Laufzettelgebühr auf Formular "Nachfrage (Laufzettel)
wegen eines Pakets” für eine Paketsendung nach Norwegen. Ausgefertigt wurde das Formular schon am 17.8.1923, unten mit handschriftlichem Vermerk "Absender mündlich verständig”. Die Laufzettelgebühr betrug am 20.9.23 500000 Mark, die Verwendung der
niedrigen Wertstufe ist nicht erklärbar. Das Formular mit üblichen Faltungen und die Marke mit Gummispuren ist fehlerhaft. Trotz der Einschränkungen eine seltene Formular-Verwendung aus der Hochinflationszeit (Image 1)
(Image 2)
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| 7669 |
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Michel 312A,295 |
 1923, 2 Mio. auf 5000 M. gezähnt im senkrechten Dreierstreifen und zwei senkrechte Dreierstreifen 250 T. auf 500 M.
mittellilarot jeweils mit Stempel "OFFENBACH 19.10.12” rückseitig auf Posteinlieferungsschein für drei Pakete nach Washington. Das Formular mit leichten Spuren im Rand und zwei Marken mit winzigen Nadellöchern, ansonsten in guter Erhaltung (Image 1)
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| 7670 |
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Michel 317 |
 1923, Korbdeckel 5 Mio. M. mit Stempel "FRANKFURT 26.10.23” auf Posteinlieferungsschein für ein Wertpaket. Das Formular
rückseitig mit heller Stelle, ansonsten wie die Marke in guter Erhaltung (Image 1)
(Image 2)
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| 7671 |
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Michel 317 |
 1923, Korbdeckel 5 Mio. M. im senkrechten Paar mit Stempel "LEIPZIG 22.10.23” als Auskunftsgebühr auf Firmen-Briefbogen als
selbst gefertigtem Formular "Antrag auf Auskunft über die Höhe des Standes des eigenen Kontos” an das Postscheckamt Leipzig. Auf dem Antrag wurde die Antwort notiert "Guthaben am 22.10. 16.607.750.000 M.” mit rotem Stempel "Postscheckamt 4 Geprüft
Kontostelle 552”. Das Formular mit üblichen Faltungen, ansonsten in guter Erhaltung. Eine außergewöhnlich seltene Verwendung aus der Hochinflationszeit, ProFi hat kein weiteres Formular dieser Art registriert Notiz: Diese Gebühr wird in der
Postscheckordnung § IV von 1921 im Reichsgesetzblatt Seite 460, zum ersten Mal geregelt. Eine komplette Abschrift des Formulars liegt bei. (Image 1)
(Image 2)
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| 7672 |
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Michel 325A |
 1923, Korbdeckel 1 Mrd. M. gezähnt mit Stempel "LEIPZIG-GOHLIS 11.11.23” auf Posteinlieferungsschein für ein Paket. Die Marke
mit leichten Altersspuren, ansonsten in guter Erhaltung (Image 1)
(Image 2)
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| 7673 |
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Michel 329A |
 1923, Korbdeckel 20 Mrd. M. gezähnt mit Stempel "BERLIN W9 22.11.23” rückseitig auf Posteinlieferungsschein für einen R-Brief
mit handschriftlichem Vermerk "Doppel”. Die Gebühr für das Ausstellen eines "Doppelschein” betrug 20 Milliarden Mark. Der Schein mit kleinen Eckbügen, die Marke ist in einwandfreier Erhaltung. Eine außergewöhnliche und extrem seltene Verwendung aus
der Hochinflationszeit, ProFi hat kein weiteres Exemplar aus dieser Zeit registriert (Image 1)
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| 7674 |
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Michel Ober Ost 12B,10,7 |
 1916, Ober Ost 1 M. im senkrechten Paar sowie Einzelmarken 40 und 15 Pfg. violett je mit Stempel "REVAL 12.9.18” auf russischem
Telegramm-Formular "Radiotelegramm” mit Zulassungsvermerk mit Dienstsiegel "GENERALKOMMANDO Z.B.V.89” und Zensurstempel "Re”. Das Formular mit senkrechter Faltungen und links mit Aktenlochung, das senkrechte Paar mit leichten Knitterspuren. Ansonsten
in guter Gesamterhaltung und in dieser Kombination selten (Image 1)
(Image 2)
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| 7675 |
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Michel 91II,85II |
 1918, Germania Kriegsdruck 50 und 5 Pfg. mit Blaustift-Federkreuz-Entwertung rückseitig auf Telegramm-Aufgabeformular von der
Funk-Telegramm-Station Mittau vom 2.7.1918 für ein Telegramm nach Berlin. Das Formular mit Aktenlochung und kleinen Randfehlern, ansonsten in guter Erhaltung (Image 1)
(Image 2)
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| 7676 |
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Michel 87II |
 1920, Germania Kriegsdruck 20 Pfg. im senkrechten Paar mit Stempel "BERLIN N65 28.3.20” für die Gebühr einer Abschrift eines
Aufgabetelegramms für ein Telegramm nach Breslau mit Dienstsiegel vom Postamt N65. Das Formular mit stärkeren Randfehlern und Faltspuren, davon ist die untere Marke betroffen. Trotz der Einschränkungen eine außergewöhnlich seltene Verwendung, ProFi
hat keine weitere Abschrift eines Telegramms registriert (Image 1)
(Image 2)
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| 7677 |
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Michel 90,86 |
 1920, Germania Kriegsdruck 40 Pfg., 26 Stück in Paaren und Einzelmarken sowie Einzelmarke 10 Pfg. jeweils mit Firmenlochung
"V.D.K.”(=Vereinigte Deutsche Kieselguhrwerke) und Stempel "HANNOVER 17.5.20” auf Aufgabe-Telegrammformular für ein Telegramm nach London. Auf dem Formular wurde eine Wortgebühr in Höhe von 9.50 Mark angegeben, nach einer Prüfung aber 10,50 Mark
verklebt und unten im Rand mit Blaustift "10,50” vermerkt. Das Formular mit Falt- und Randspuren, die Marken zum Teil mit Bügen bzw. kleinen Zahnfehlern. Trotz der Einschränkungen eine außergewöhnliche Verwendung, Telegramme ins Ausland sind aus der
Inflationszeit extrem selten, ProFi hat kein weiteres Exemplar registriert (Image 1)
(Image 2)
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| 7678 |
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Michel 99b |
 1920, Germania 7½ Pfg. dunkelrötlichorange, zwei senkrechte 20er‑Blöcke und senkrechter Viererstreifen mit Stempel "CELLE
17.3.20” rückseitig auf Aufgabe-Telegrammformular für ein Telegramm nach Hannover mit Blaustift-Vermerk "D” (=Dringend). Das Formular und die Marken mit Falt- und Knitterspuren sowie zwei Marken mit Eckfehlern. Trotz der Einschränkungen ein sehr
ungewöhnliche und seltene "Massenfrankatur” (Image 1)
(Image 2)
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| 7679 |
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Michel 153,187a |
 1920, Germania 4 M. im senkrechten Paar sowie Bergarbeiter 100 Pfg. im senkrechten Dreierstreifen und Einzelmarke 100 Pfg.
jeweils mit Stempel "RADOLFZELL 20.6.22” auf komplettem Telegramm-Aufgabeformular aus der Postagentur Iznang für ein Telegramm nach Konstanz. Die Wortgebühr betrug für 12 Worte 12 Mark und wurde nach Überprüfung der Gebühr im Postamt Radolfzell
verklebt und entwertet. Das Formular mit üblichen Falt- und Randspuren, eine kleine Fehlstelle wurde unten hinterlegt. Das Markenpaar mit schwacher Bugspur in der Zähnung zwischen den Marken, Fotoattest Winkler BPP (2000) (Image 1)
(Image 2)
(Image 3)
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| 7680 |
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Michel 154Ia,150,143b |
 1921, Germania 1,60 M. auf 5 Pfg. braun mit glänzendem Aufdruck im senkrechten 6er-Block, Einzelmarke 1 M. und senkrechtes Paar
20 Pfg. schwärzlichgelblichgrün jeweils mit Stempel "LEIPZIG 11 8.3.22” als Wortgebühr für 11 Wörter auf Aufgabe-Telegrammformular für ein Telegramm nach Berlin. Die linke obere Marke ist eckrund und das Formular mit senkrechten Faltungen und
Randfehler. Trotz der Einschränkungen eine nicht häufige Verwendung, Fotoattest Oechsner BPP (1997) (Image 1)
(Image 2)
(Image 3)
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| 7681 |
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Michel 319Aa |
 1923, Korbdeckel 20 Mio. M. blau gezähnt im 80er-Bogenteil, senkrechten 6er-Streifen und senkrechtes Paar jeweils mit
violettem Innendienst-Stempel "ALTONA…” vorder- und rückseitig auf Aufgabe-Telegrammformular für ein Telegramm vom 5.11.1923 nach Hamburg. Die Gesamtgebühr betrug 63 Milliarden Mark, die restlichen 61,24 Milliarden wurden in bar bezahlt und
vereinnahmt. Das Formular und die Marken mit Falt- und Knitterspuren bzw. kleinen Fehlern. Trotz der Einschränkungen eine außergewöhnliche Teilbarfrankatur aus der Hochinflation auf Telegrammformular, in dieser Form vermutlich ein Unikat (Image 1)
(Image 2)
(Image 3)
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| 7682 |
Flugpostbrief |
Michel 94BII |
 1919, Flugpost Leipzig-Berlin, Eilboten-Brief mit Reichspost 1 M. rot mit Stempel "LEIPZIG 13 3.3.19” und violettem
Rahmenstempel "Durch Flugpost”, adressiert nach Berlin mit Klebezettel und handschriftlichem Vermerk "zurück an den Absender - Luftpostbeförderung vom Soldatenrat am 3.3. verboten.”, in guter Erhaltung. In dieser Kombination selten Notiz:
Durch den Generalstreik der Berliner Soldatenräte am 3.3.1919 begannen die sogenannten "Berliner Märzkämpfe” und der Luftpostverkehr von und nach Berlin wurde vom 3.3. bis zum 9.3.1919 eingestellt. Die Kämpfe in Berlin wurden bis zum 12.März von den
Freikorps-Einheiten und den Regierungstruppen niedergeschlagen. (Image 1)
(Image 2)
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| 7683 |
Flugpostbrief |
Michel 94BII |
 1919, Reichpostamt 1 M. rot mit Sonder-Flugpoststempel "WEIMAR NATION.VERS. LUFTPOST b 4.4.19” auf großformatigem
Eilboten-Vordruckbrief "REICHTSTAG BUREAU” an den Reichspostminister Giesberts in Berlin, ohne Ankunftsstempel. Der Sonderstempel wurde am 4.4.1919 zum ersten Mal eingesetzt, entsprechender Hinweisstempel auf der Vorderseite, in guter Erhaltung. In
dieser Kombination haben wir keinen weiteren Brief registriert Notiz: Der Reichspostminister Johannes Giesberts war ein deutscher Gewerkschafter und Politiker der Zentrumspartei. Als erster Reichspostminister der Weimarer Republik
reorganisierte er das Post- und Fernmeldewesen von 1919 bis 1922. Er trieb die Modernisierung voran und förderte die ersten Anfänge des deutschen Luftpostverkehrs. (Image 1)
(Image 2)
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| 7684 |
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 1922, "Durch Flugzeug befördert”, L1 klar auf Doppelseite des "Berliner Tageblatt” vom 7. Februar 1922, ohne Adresszettel.
Die Zeitung mit üblichen Faltungen und kleinen Randfehlern. Zu dieser Zeit betrug die Luftpostgebühr 50 Pfennig pro Zeitung. Der Ausgabetag liegt in der Zeit während des Berliner Eisenbahnerstreiks mit entsprechendem Artikel auf der Titelseite. In
dieser Form sehr selten Notiz: Der Berliner Eisenbahnerstreik wurde zum 1. Februar 1922 ausgerufen und ging bis zum 10. Februar. Die Reichsregierung unter Reichspräsident Friedrich Ebert verbot den Streik für die verbeamteten Eisenbahner.
Dieses historische Vorgehen der Reichsregierung etablierte den Grundsatz, dass Beamte in Deutschland vom Streikrecht ausgeschlossen sind. (Image 1)
(Image 2)
(Image 3)
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