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Südafrika (Kap der Guten Hoffnung) 1874: 10 Rp. karmin (2) und 50 Rp. purpurlila (2), vier farbfr. und normal bis gut gez. Einzelwerte (die rechten beiden Marken jeweils mit einigen unbed. stumpfen Zähnen) als Zusatzfrankatur
auf Tüblibrief 30 Rp. blau, jede Marke schön zartklar und übergehend gest. "VEYTAUX 12.VIII.74.X-" mit zwei beigefügten Abschlägen eines schwarzen "PD" in Druckschrift und an den britischen Marineoffizier Richard Middleton an Bord des Kriegsschiffes
HMS Flying Fish vor dem Kap der Guten Hoffnung adressiert. Befördert im direkten Kartenschluss mit Grossbritannien nach London mit rücks. Transitstp. des Schweizer Austauschbüros "BASEL BRF. EXP. 13.VIII.74X-" und vorders. rotem "LONDON / PAID / A /
15 AU 74" und von dort über Devonport mit Dampfer der britischen Castle Mail Packet Company resp. Union Line nach der damaligen britischen Kronkolonie des Kap der Guten Hoffnung. Mit Fr. 1.50 bis zum Bestimmungsort freigemacht für einen Brief aus der
Schweiz im direkten Austausch mit Grossbritannien nach dem Kap der Guten Hoffnung, Port Natal oder St. Helena laut Postvertrag vom 1. Januar 1869. Ein postgeschichtlich bedeutender Brief nach dieser ausgesprochen seltenen südafrikanischen Destination
und in dieser spektakulären Optik ein Schmuckstück für eine grosse Destinations- oder Sitzendensammlung. Attest Guinand (2026) SGSSV: BU.012, Schäfer: Kap der Guten Hoffnung=12/13 Punkten. Anmerkung: Der Empfänger, Richard Middleton (1846-1905) trat
1860 in die Royal Navy ein und wurde bis 1873 zum Leutnannt Navigationsoffizier befördert. Nach seinem Austritt aus der Marine arbeitete er ab 1882 als wichtiger Kampagnenorganisator für die britische Conservative Party. Die
Corinphila-Karteiregistratur kennt vier Briefe aus der Korrespondenz von Veytaux an Richard Middleton R.N. an Bord der H.M.S. Flying Fish, wovon zwei abgebildet in Richard Schäfer, "Der Briefpostverkehr Schweiz-Ausland 1459-1907" auf S. 266. Beim
ersten Brief vom 23. Januar 1874 handelt es sich noch um einen einfachen, nach Portsmouth (GB) adressierten 30 Rp.-Tüblibrief der bei Ankunft nach dem Kap der Guten Hoffnung umadressiert wurde, da die "Flying Fish" den Marinehafen bereits verlassen
hatte. Die anderen drei Briefe tragen Frankaturen zu 70 Rp. (1) und Fr. 1.50 (2) und sind direkt nach Südafrika adressiert. Dabei ist der vorliegende Brief sowohl in Bezug auf seine Frankatur als auch auf die Erhaltung als der mit Abstand Schönste
einzustufen. Provenienz: 160. Corinphila-Auktion, Zürich Juni 2009, Los 6794. (Image 1)
(Image 2)
(Image 3)
(Image 4)
(All Images)
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